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Auszeit als Mama: So planst du sie ohne schlechtes Gewissen


4–6 Minuten

Lesezeit

Erschöpfung als Mama und der Wunsch nach Auszeit – Beitragsbild von Mamazeit mit Leichtigkeit

Kennst du diesen einen Moment?

Du stehst in der Küche. Auf dem Herd köchelt das Abendessen, im Wohnzimmer streiten die Kinder um das eine bestimmte Spielzeug, und dein Handy vibriert zum dritten Mal wegen der WhatsApp-Gruppe vom Kindergarten.

Und mittendrin, ganz leise, taucht dieser Gedanke auf: Ich möchte einfach mal weg von allem.

Nicht für immer. Nicht von deiner Familie. Nicht weil du sie nicht liebst.

Sondern weil du dich gerade selbst kaum noch spürst. Genau da fängt der Gedanke an eine Auszeit als Mama an – und meistens gleich danach das schlechte Gewissen.

Wenn du das gerade liest und ein Kloß im Hals sitzt – dann atme einmal tief durch. Du bist nicht allein. Und du bist ganz sicher keine schlechte Mama, weil du das fühlst. 💛

Wenn der Mental Load lauter wird als alles andere

Lass uns mal ehrlich sein, so wie zwei Mamas bei einer Tasse Kaffee, die längst kalt geworden ist, weil ja immer was dazwischenkommt.

Der Mental Load einer Mama ist dieser unsichtbare Rucksack, den du den ganzen Tag trägst. Niemand sieht ihn. Niemand bedankt sich dafür. Aber er ist immer da.

Du denkst daran, dass die Gummistiefel zu klein geworden sind. Dass am Freitag der Geburtstag der besten Freundin deiner Tochter ist und ihr noch ein Geschenk braucht. Dass das Joghurt fast leer ist. Dass der Termin beim Kinderarzt verschoben werden muss.

Während du das Mittagessen kochst, planst du schon das Abendessen. Während du vorliest, läuft im Kopf die To-do-Liste weiter.

Eine erschöpfte Mama zu sein bedeutet oft nicht, dass ein einziges großes Problem da ist. Es sind tausend kleine Dinge, die sich übereinanderstapeln, bis kein Platz mehr für dich selbst bleibt.

Und genau dann kommt dieser Wunsch: einfach mal raus. Mal nicht funktionieren müssen.

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Du bist nicht überfordert, weil du zu schwach bist

Das möchte ich dir wirklich ans Herz legen, weil es so viele überforderte Mamas falsch verstehen:

Du bist nicht erschöpft, weil mit dir etwas nicht stimmt.

Du bist erschöpft, weil du seit Monaten – vielleicht Jahren – für so viele Menschen gleichzeitig da bist. Weil du gibst und gibst und gibst.

Innerlich erschöpft zu sein ist kein Versagen. Es ist ein Signal: Ich brauche eine Pause. Ich brauche Abstand.

Denn eine Mama, die dauerhaft am Limit läuft, kann auf Dauer nicht die geduldige Mama sein, die sie eigentlich sein möchte.

Eine kleine Frage, ganz ehrlich beantwortet

Bevor wir weiterlesen, leg das Handy oder Laptop kurz zur Seite und überleg ehrlich:

Wann hast du das letzte Mal etwas getan, das nur dir gehört hat? Etwas ohne Funktion. Ohne Pflicht. Ohne dass irgendjemand etwas von dir wollte.

Nicht das schnelle Duschen, bei dem ein Kind an die Tür klopft. Nicht der Einkauf, den du als „kleine Pause“ verbuchst.

Sondern wirklich Zeit, in der du nur Mensch sein durftest. Nicht Mama. Nicht Partnerin. Nicht Organisatorin des gesamten Familienalltags.

Wenn dir spontan kein Moment einfällt, dann ist das kein Grund für schlechtes Gewissen. Es ist einfach ein Zeichen, dass es Zeit wird.

Der Wunsch nach Abstand ist eigentlich Sehnsucht

„Ich möchte mal weg von allem“ – wenn du genau hinhörst, steckt darin etwas sehr Schönes.

Es ist die Sehnsucht, wieder durchzuatmen. Sich wieder zu spüren. Wieder zu wissen, wer du eigentlich bist, abseits von Wäschebergen und Bringdiensten.

Du brauchst keine Weltreise und keinen Wochenkurs in Selbstfindung. Manchmal reicht ein bisschen Abstand vom Alltag, um den Kopf wieder freizubekommen.

Ein Ort, an dem niemand etwas von dir möchte. An dem das Bett gemacht wird, ohne dass du es machst. An dem du morgens aufwachst und der erste Gedanke nicht „Was muss ich heute alles schaffen?“ ist, sondern einfach: „Wie schön, ich darf liegen bleiben.“

Ein bisschen mehr Ruhe zuhause ist wichtig und machbar. Aber manchmal braucht die Seele eben auch ein Anderswo, um wieder zu sich zu kommen.

Wie eine Auszeit als Mama ganz leicht werden kann

Ich weiß, was du jetzt vielleicht denkst. „Schön und gut, aber wie soll das gehen? Die Kinder, die Organisation, das Geld, das schlechte Gewissen …“

Und genau hier liegt oft das eigentliche Problem. Nicht die Auszeit an sich – sondern der ganze Mental Load, der schon allein bei dem Gedanken daran hochkommt.

Deshalb mein ehrlicher Tipp: Mach es dir so einfach wie möglich.

Es muss kein großes Projekt sein. Vielleicht ein paar ruhige Tage an einem schönen Ort. Ein verlängertes Wochenende mit deiner besten Freundin. Oder ein kleiner Urlaub, bei dem du einfach nur sein darfst und sich jemand anderes um den Rest kümmert.

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Manchmal hilft es schon, sich vorzustellen, dass es geht. Dass eine Pause keine Belohnung für besonders gute Leistung ist, sondern ein Grundbedürfnis.

Den Familienalltag leichter machen beginnt bei dir

Du musst dir eine Pause nicht „verdienen“.

Du darfst dir Ruhe gönnen, auch wenn die Wäsche noch nicht gemacht ist. Auch wenn das Haus nicht aufgeräumt ist. Auch wenn du gerade das Gefühl hast, eigentlich gar keine Zeit dafür zu haben.

Denn genau in diesen Phasen, in denen du am wenigsten Zeit zu haben scheinst, brauchst du die Pause am dringendsten.

Weniger Chaos zuhause beginnt oft nicht mit einem neuen Ordnungssystem. Es beginnt mit einer Mama, die wieder durchatmen kann.

Und vielleicht ist heute der Tag, an dem du dir erlaubst, an deine eigene Auszeit zu denken. Ganz leise. Einfach als Möglichkeit.

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Ich denke an alles, er an nichts → Abendroutine für Mamas: So wird dein Kopf abends endlich ruhiger →

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5 Kommentare zu „Auszeit als Mama: So planst du sie ohne schlechtes Gewissen“

  1. […] Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Ein Ferientag, an dem alle satt, halbwegs zufrieden und heil ins Bett kommen, ist ein guter Tag. Und wenn du merkst, dass du selbst am Rand läufst: Auch du darfst mal weg wollen. […]

  2. […] Gegenstand, sondern das, was sich viele Mamas insgeheim am meisten wünschen: einfach mal raus. Zwei Nächte, in denen jemand anderes kocht, niemand nachts ruft und der Kopf endlich leiser wird. […]

  3. […] Erschöpfte Mama? „Ich will einfach mal weg“ – das hilft → Abendroutine für Mamas: So wird dein Kopf abends endlich ruhiger → […]

  4. […] Ich denke an alles, er an nichts → Erschöpfte Mama? „Ich will einfach mal weg“ – das hilft → […]

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